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BRÜCKENSCHWESTERN KARLSRUHE/ ALLGEMEINE AMBULANTE PALLIATIVVERSORGUNG (AAPV)

Die letzte Lebensphase selbstbestimmt gestalten - 20 Jahre Brückenschwestern Karlsruhe

Die Brücke – das Sinnbild im Logo der Brückenschwestern - steht für die Begleitung unheilbar an Krebs erkrankter Patienten, die vom Krankenhaus in die häusliche Betreuung entlassen werden können. Seit Gründung am 01. Juli 1995, mit damals drei speziell ausgebildeten Krankenschwestern, hat das Team der Brückenschwestern bis heute mehr als 11.000 onkologische Patienten und deren Angehörige bei der Pflege zu Hause begleitet. Mit ihrer Arbeit ermöglichen die Brückenschwestern den Erhalt der Selbstbestimmung auf dem letzten Lebensweg der Patienten und helfen, eine erneute Klinikeinweisung zu verhindern.

Aufgaben der Brückenschwestern

Im Krankenhaus:
-
Kontaktaufnahme mit dem Patienten und den Angehörigen
- Klärung der Entlassungsmöglichkeiten und des Betreuungsbedarfs (z.B. Auswahl von Hilfsmitteln, Einsatz von Pflegediensten)

Vor der Entlassung
-
Kontaktaufnahme mit dem Hausarzt, ambulanten Diensten (Sozialstationen, Pflegedienste, Essenszubringer etc.)
- Beschaffung von Hilfsmitteln (Bett, Geh- oder Lagerungshilfen, Sauerstoffapparat etc.)
- Klärung der Finanzierungsmöglichkeiten mit den Krankenkassen

Zu Hause
-
Beratung und Begleitung bei medizinisch-pflegerischen und psychosozialen Problemen von Patienten und Angehörigen
- Ausarbeitung der Schmerztherapie in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt
- Wahrnehmung des sich verändernden Befindens und Bedarfs, Information der Angehörigen und Einleitung entsprechender Maßnahmen
- Hilfestellung bei der Auseinandersetzung mit der Krankheit und ihren Folgen
- 24-Stunden-Rufbereitschaft

Das Team besteht derzeit aus 7 examinierten Krankenschwestern mit Zusatzausbildung in Palliative Care.

Voraussetzungen
Unsere Mitbetreuung ist nur möglich, wenn der betreuende Arzt das wünscht und für nötig und sinnvoll erachtet. Der Patient sollte über seine Krankheitssituation und Prognose informiert sein, damit eine Begleitung qualifiziert geschehen kann.

Ende 2014 hat der OSP Karlsruhe das bestehende Versorgungsangebot der Brückenschwestern um das Angebot einer Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) erweitert. In das SAPV Team sind zusätzlich erfahrene Palliativmediziner integriert.

Kontaktdaten
Brückenschwestern des OSP Karlsruhe
c/o St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe
Steinhäuserstr. 18
76135 Karlsruhe

Telefonnr.: 0721/8108-2328
Fax-Nr.: 0721/8108-2226
E-Mail: bruecken.schwestern@vincentius-ka.de
Internet: www.brueckenschwestern-karlsruhe.de

Flyer [695 KB]



PALLIATIVE CARE TEAM/SPEZIALISIERTE AMBULANTE PALLIATIVVERSORGUNG (SAPV)

Was ist SAPV?
Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) berät und begleitet schwerstkranke Menschen, die an einer unheilbaren Erkrankung leiden, um den Verbleib in ihrer vertrauten Umgebung zu ermöglichen.
SAPV wird zusätzlich zur hausärztlichen Behandlung und der häuslichen Krankenpflege eingesetzt. Die Lebensqualität und Selbstbestimmung Schwerstkranker sollen durch die Palliativversorgung erhalten, gefördert und verbessert werden.
Der Onkologische Schwerpunkt Karlsruhe (OSP) bietet die spezialisierte Palliativversorgung allen Patienten an, unabhängig von der Art ihrer Grunderkrankung, also auch allen nicht an Krebs erkrankten Patienten.
Der Onkologische Schwerpunkt Karlsruhe ist ein Zusammenschluss der drei großen Karlsruher Kliniken (Städtisches Klinikum Karlsruhe, St. Vincentius-Kliniken, Diakonissen-Krankenhaus), die es sich gemeinsam mit Vertretern der niedergelassenen Ärzteschaft zur Aufgabe gemacht haben, die Situation schwerstkranker Menschen zu verbessern.

Was sind die Aufgaben der SAPV?
Unsere speziell qualifizierten Ärzte und Pflegekräfte arbeiten in einem multiprofessionellen Team eng mit Hausärzten, Fachärzten, Pflegediensten, Hospizgruppen u.a. zusammen.

Das Palliative Care Team sorgt für die Linderung von Symptomen wie Schmerz, Atemnot, Übelkeit, Erbrechen, Angstübernimmt spezialisierte pflegerische und ärztliche Behandlungen, z.B. Einsatz von Schmerzpumpen, Punktionen von Aszites und Pleuraergüssenberät, begleitet und leitet Patienten und deren Angehörige individuell ankoordiniert die gesamte Palliativversorgung und vernetzt die Versorgung mit weiteren Kooperationspartnern und Hilfsangebotenhält stetigen Kontakt zum Patienten durch Telefonate und regelmäßige Hausbesucheist für unsere Patienten 24-Stunden verfügbar.

Was sind die Voraussetzungen für SAPV?
Vorliegen einer nicht heilbaren, fortschreitenden und weit fortgeschrittenen Erkrankung, die eine besonders aufwendige Versorgung bei einer zugleich begrenzten Lebenserwartung beinhaltetKeine kurative Therapie mehr gewünscht oder möglichVielschichtiges Symptomgeschehen (z.B. ausgeprägte Schmerzen, Atemnot, Übelkeit etc.) ist zu lindern.

Was benötigen wir? Wer trägt die Kosten?
Alle Krankenkassen übernehmen auf Grundlage der gesetzlichen Regelung (§37b SGB V) nach Prüfung des Anspruchs die Finanzierung.Für den Patienten ist unser Einsatz kostenfrei.Für die SAPV wird eine ärztliche Verordnung benötigt, die der Haus- oder Facharzt ausstellt. Bei der Entlassung aus einem Krankenhaus übernimmt dies auch der Stationsarzt.

Ziele des Palliative Care Teams
-
Optimierung der Behandlung und Betreuung von schwerkranken und sterbenden Patienten zu Hause.
- Erlangung der bestmöglichen Lebensqualität durch kontinuierliche Begleitung und angepasste Symptomkontrolle.
- Patientenwünsche und Selbstbestimmung ermöglichen und respektieren.Unterstützung der pflegenden Angehörigen durch fachkompetente und psychosoziale Begleitung.
- Vermittlung von Sicherheit durch die Stabilisierung des persönlichen Umfeldes in Zusammenarbeit mit den betreuenden Diensten
- Vermeidung einer Wiedereinweisung in die Klinik

Kontaktdaten
Palliative Care Team
des OSP Karlsruhe
c/o St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe
Steinhäuserstraße 18, 76135 Karlsruhe

Telefon: 0721/8108-2270
Fax: 0721/8108-2189
E-Mail: sapv-osp@vincentius-ka.de

Flyer [697 KB]

Spendenkonto
Bank für Sozialwirtschaft
BIC: BFSWDE33KRL
IBAN: DE76 6602 0500 0001 7451 00
Verwendungszweck "SAPV"

Ärzteteam (Foto: Matthias Leidert)

Karlsruher Palliativausweis
Wissenswertes für Interessierte

Warum ein Palliativausweis?
Patienten, die sich auf Grund einer fortgeschrittenen Erkrankung in der letzten Lebensphase befinden, lehnen oft eine Einweisung in ein Krankenhaus und die Durchführung von intensivmedizinischen Maßnahmen zum Lebenserhalt ab. Dennoch rufen Angehörige aus Angst, Verunsicherung oder Überforderung in kritischen Situationen oder auch in der Sterbephase nicht selten einen Arzt, der sich mit folgenden Schwierigkeiten konfrontiert sieht:
Der Patient ist nicht mehr entscheidungsfähig.
Es gibt keine sicheren Informationen zu seinen Wünschen.
Der akute Handlungsbedarf lässt keine Zeit, eine ausführliche Patientenverfügung zu lesen.
In dieser Situation ermöglicht der Palliativausweis dem Arzt, sich schnell und umfassend über die Wünsche des Patienten zu informieren, um so eine Behandlungsentscheidung im Sinne des Patienten treffen zu können. Wünsche zur Symptomlinderung, wie z.B. die Behandlung von Schmerzen, sowie zum Verzicht auf lebensverlängernde Maßnahmen sind unter anderem Gegenstand einer Patientenverfügung und eines Palliativausweises.

Wer sollte einen Palliativausweis besitzen?
Patienten mit einer fortgeschrittenen und unheilbaren Erkrankung, denen es wichtig ist, dass im Notfall eine Behandlung so erfolgt, wie sie es sich im Voraus wünschen.

Wann gilt der Palliativausweis?
Der unmittelbar vom Patienten geäußerte Wille ist so lange für den Arzt bindend, wie der Patient seinen Willen bilden und äußern kann. Erst wenn er das nicht mehr kann, ist der in der Patientenverfügung und im Palliativausweis festgehaltene Wille entscheidend.
Der geäußerte Wille eines volljährigen und einwilligungsfähigen Patienten ist vom behandelnden Arzt stets zu beachten, wenn die darin getroffene Entscheidung nicht den gesetzlichen Regelungen widerspricht.
Der Palliativausweis ist vor allem für die Notfallsituation gedacht. Es ist wichtig, dass die hierin gemachten Angaben nicht im Widerspruch zu den Inhalten einer bestehenden Patientenverfügung stehen.

Wo erhält man einen Palliativausweis?
Der Ausweis kann nur vom Haus-, Fach- oder Krankenhausarzt ausgestellt werden. Der Palliativausweis ist zu bestellen bei:
Palliative Care Team des OSP/SAPV Karlsruhe.

Wo wird der Palliativausweis aufbewahrt?
Der Ausweis sollte gut auffindbar verwahrt werden, möglichst in unmittelbarer Nähe zum Patienten, im Geldbeutel oder immer am gleichen Ort. Alle in die Betreuung einbezogenen Personen sollten von der Existenz und dem Aufbewahrungsort Kenntnis haben.
Für Patienten, die zu Hause bleiben, kann der behandelnde Arzt als Alternative einen Palliativnotfallbogen ausdrucken und mit dem Interessierten ausfüllen.

Palliativnotfallbogen [77 KB]

Welche zusätzlichen Vorteile bietet der Palliativausweis?
Mit den Informationen des Palliativausweises kann jeder Arzt unmittelbar die erforderliche medizinische, pflegerische oder psychosoziale Betreuung einleiten.
Zusätzlich kann der Rettungsdienst entsprechende Fachleute direkt anfordern, wenn sie in die Patientenbetreuung involviert sind. So können vorhandene belastende Symptome des Patienten auch außerhalb des Krankenhauses schnell gelindert werden.

Ersetzt der Palliativausweis eine Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht?
Der Palliativausweis ersetzt keine Patientenverfügung oder Vorsorgevollmacht. Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht gelten auch außerhalb der Notfallsituation.Sie sind aber in einer akuten Notfallsituation oft nicht verfügbar und zu umfangreich. Der Notarzt kann sich nicht schnell genug informieren und die vom Patienten gewünschte Versorgung einleiten. Somit stellt der Palliativausweis eine Willensbekundung speziell für den Notfall dar.
Eine Patientenverfügung ist eine schriftliche Vorausverfügung einer Person für den Fall, dass sie ihren Willen nicht mehr wirksam erklären kann. Sie bezieht sich auf medizinische Maßnahmen wie ärztliche Heileingriffe und steht meist im Zusammenhang mit der Verweigerung lebensverlängernder Maßnahmen.
In der Vorsorgevollmacht bevollmächtigt der Patient eine andere Person, für ihn bestimmte Angelegenheiten zu regeln, wenn er selbst dazu nicht in der Lage ist. Die bevollmächtigte Person wird somit zum Vertreter des Patienten.

An wen können Sie sich bei weiteren Fragen wenden?
Ihr erster Ansprechpartner ist Ihr behandelnder Arzt. Des Weiteren können Sie das Palliative Care Team des Onkologischen Schwerpunktes/Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung Karlsruhe kontaktieren.

Wo erhält Ihr Arzt den Karlsruher Palliativausweis?
Der Palliativausweis ist kostenlos zu beziehen über das
Palliative Care Team des OSP/SAPV Karlsruhe
c/o St. Vincentius-Kliniken Karlsruhe
Steinhäuserstraße 18
76135 Karlsruhe

Telefon: 0721 8108-2270 (ggf. Anrufbeantworter)
Fax: 0721 8108-2189
E-Mail: sapv.osp@vincentius-ka.de

Flyer Palliativausweis [3.324 KB]

Palliativausweis [101 KB]

Konzeption & Idee zum Palliativausweis
© Gesundheitskonferenz Essen

Mit freundlicher Unterstützung des Rotary Clubs Karlsruhe